Fördermöglichkeiten

Möglichkeiten der Finanzierung der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung qualifizieren Sie sich für Ihre berufliche Zukunft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hilfe bei der Finanzierung zu bekommen. Nachfolgend erläutern wir kurz die am häufigsten angewandten Maßnahmen. Eine gute Recherchemöglichkeit über die unterschiedlichsten Förderungen bietet die Website www.foerderdatenbank.de!

Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Gefördert werden einkommens- und vermögensunabhängig die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie die Materialkosten eines Meisterprüfungsprojekts bei Vollzeit- und Teilzeitfortbildungen.

Der angestrebte berufliche Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen. Die Maßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen (Mindestdauer).

Gefördert werden Sie für eine Maßnahme, die nach dem 01. August 2016 beginnt auch, wenn Sie bereits über einen Bachelorabschluss oder einen diesem vergleichbaren Hochschulabschluss verfügen. Dies muss allerdings Ihr höchster Hochschulabschluss sein. Verfügen Sie bereits über einen Masterabschluss oder einen staatlichen oder staatlich anerkannten entsprechenden Hochschulabschluss, kommt auch künftig eine AFBG-Förderung nicht für Sie in Betracht.

Zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren können Sie einkommens- und vermögensunabhängig einen Beitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren erhalten, und zwar bis maximal 15.000 Euro. 40 Prozent der Förderung erhalten Sie als Zuschuss. Für den Rest der Fördersumme erhalten Sie ein Angebot der KfW über ein zinsgünstiges Bankdarlehen.

Zudem werden Ihnen auf Antrag bei bestandener Prüfung 40 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Wenn Sie an einer Vollzeitmaßnahme teilnehmen, können Sie zusätzlich zur Förderung der Fortbildungskosten einen Beitrag zum Lebensunterhalt erhalten. Diese Unterhaltsförderung ist abhängig von Ihrem Einkommen und Vermögen sowie gegebenenfalls dem Einkommen Ihres Ehe- oder Lebenspartners. Auch hier setzt sich die Förderung aus einem Zuschuss und einem Angebot der KfW über ein zinsgünstiges Darlehen zusammen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.aufstiegs-bafoeg.de/, oder beim Bundesbildungsministerium unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 62 23 634.

Berufsförderungsdienst

Der Berufsförderungsdienst (BFD) hat sich die schulische und berufliche Bildung von Soldaten auf Zeit zum Ziel gesetzt. Gefördert werden Weiterbildungen sowohl während, als auch nach der Wehrdienstzeit, um optimale Voraussetzungen zum Eintritt in einen Zivilberuf zu schaffen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden durch den Berufsförderungsdienst Soldaten, die sich bei der Bundeswehr auf Zeit verpflichtet haben.
Was wird gefördert? Die Voraussetzung für eine Förderung nach dem Bundesförderungsdienst ist eine vorausgehende Verpflichtung bei der Bundeswehr. Des Weiteren muss eine Beratung mit dem Berufsförderungsdienst erfolgen. Bei dieser Beratung werden mit den Soldaten Chancen und Perspektiven für das weitere Berufsleben besprochen.
Wie viel wird gefördert? Die Förderung durch den Bundesförderungsdienst ist abhängig vom Kostenrichtwert. Je nach Kostenrichtwert übernimmt der BFD die gesamten Weiterbildungskosten oder nur einen Teil der Kosten, das heißt der Anspruch auf eine Förderung zur Weiterbildung ist zeitlich und finanziell auf Grundlage der Verpflichtungszeit gestaffelt.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Weiterbildung findet mit den Mitarbeitern des örtlichen zuständigen Berufsförderungsdienstes eine individuelle Beratung statt. Hier wird ein auf den Soldaten zugeschnittener Förderungsplan festgelegt. Für die ausgewählte Weiterbildung ist dann ein Antrag auf Förderung schriftlich, über den zuständigen Berater des Berufsförderungsdienstes, zu stellen. Wird die Förderung bewilligt, kann die Anmeldung zum Kurs erfolgen.

Bildungsgutschein

Die ebam Akademie ist nach Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZAV) trägerzertifiziert. Besprechen Sie die Übernahme der Kosten mit Ihrem zuständigen Arbeitsberater oder Fallmanager. Arbeitsuchend gemeldete oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen haben bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit, einen Bildungsgutschein zu erhalten, der für nahezu das gesamte Kursprogramm der ebam Akademie eingereicht werden kann. Darüber hinaus bereitet die ebam Akademie spezielle Kurse zur Zertifizierung mit Maßnahmenummer bei der Arbeitsagentur vor.

Bildungsscheck Brandenburg

Sie können als Beschäftigte/-r im Land Brandenburg für ihre berufliche Weiterbildung einen Bildungsscheck von bis zu 500 Euro erhalten. Gefördert werden Arbeitnehmer aus kleinen und mittleren Betrieben bis maximal 250 Angestellte, die in Brandenburg wohnen oder arbeiten. In einem Beratungsgespräch mit dem Weiterbildungspersonal der LASA (Landesagentur für Struktur und Arbeit) Brandenburg GmbH wird Ihr beruflicher Qualifizierungsbedarf abgeklärt. Gemeinsam mit Ihrem Berater wählen Sie die passende Weiterbildungsmaßnahme aus. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter bildungsscheck@lasa-brandenburg.de oder telefonisch unter 0331 / 60 02 333.

Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Hälfte der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro pro Bildungsscheck. Gefördert werden Arbeitnehmer aus kleinen und mittleren Betrieben mit maximal 250 Beschäftigten, die in NRW wohnen oder arbeiten. Zu beachten: Arbeitnehmer, dürfen seit mindestens zwei Jahren keine Weiterbildung mehr besucht haben. Gefördert werden Angebote, die Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Einsichten und Verhaltensweisen für die berufliche Tätigkeit vermitteln. Die Bildungsschecks werden über ausgewählte Beratungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen vergeben. In der Beratung werden inhaltliche und formelle Voraussetzungen zum Erhalt des Bildungsschecks geklärt und geeignete Weiterbildungsangebote und Anbieter ausgewählt. Im Anschluss an die Beratung wird der Bildungsscheck ausgehändigt und beim Weiterbildungsträger zur Verrechnung eingereicht. Die Weiterbildungsanbieter benötigen das Original des Bildungsschecks zur eigenen Verrechnung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bildungsscheck.nrw.de.

Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert unter der Bezeichnung “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” Maßnahmen zur Wiedereingliederung oder Berufsförderung. Durch diese Form der Rehabilitation erhalten allen voran Personen, die gesundheitliche Probleme haben, eine Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz zu erhalten bzw. neue Berufschancen zu erschließen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden Personen, deren Erwerbsfähigkeit aufgrund von Krankheit bedroht oder bereits gemindert ist. Voraussetzung für eine Förderung in Form der “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” durch die Deutsche Rentenversicherung ist, dass die bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Berufsförderung muss ein Antrag gestellt werden. Der jeweilig zuständige Rentenversicherungsträger prüft daraufhin, ob die Voraussetzungen für berufliche Rehabilitationsleistungen erfüllt sind. Die Formulare für die Anträge, wie auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, erhalten Sie bei den folgenden Stellen: Rentenversicherung, Auskunfts- und Beratungsstellen, Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation, Gesetzliche Krankenkassen, Versicherungsämter, Agentur für Arbeit.

Prämiengutschein

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und Sie über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen.

Unter folgendem Link können Sie einen Vorab-Check durchführen – dieser gibt Ihnen erste Hinweise darauf, ob Sie einen Prämiengutschein bekommen können:
www.bildungspraemie.info/de/vorab-check-23.php

Alle weiteren Einzelheiten zu den Förderbedingungen finden Sie in der FAQ-Liste:
www.bildungspraemie.info/de/faq-26.php

Den Prämiengutschein erhalten Sie im Anschluss an ein Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle. Mit der Beratungsstellensuche finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe:
www.bildungspraemie.info/de/beratungsstelle-suchen-25.php

Den Prämiengutschein geben Sie bei Ihrem Weiterbildungsanbieter ab und zahlen dann lediglich Ihren Eigenanteil für die Weiterbildung. Sie können jedes Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten. Dieser wird bei uns nur akzeptiert, wenn die vom Bund geforderte Teilnahmebestätigung am letzten Schulungstag an uns unterschrieben übergeben wird. Wenn eine Mitwirkung nicht erfolgt, wird der Differenzbetrag vom Teilnehmer eingefordert.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:
www.bildungspraemie.info

Qualischeck Rheinland-Pfalz

Wer wird gefördert? Beschäftigte über 45 Jahre mit Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz. Nutzen kann den Qualischeck außerdem, wer über 45 Jahre alt ist und zu einer der folgenden Personengruppen zählt: mitarbeitende Betriebsinhaber, Selbstständige oder Freiberufler in den ersten fünf Jahren nach der Unternehmensgründung sowie Berufsrückkehrer, die wegen Pflege eines Angehörigen oder Kindererziehung für mindestens ein Jahr aus dem Job ausgestiegen sind.
Was wird gefördert? Einmal jährlich eine außerbetriebliche berufliche Fortbildung bei einem anerkannten Anbieter. Der Zuschuss von bis zu 500 Euro umfasst 50 % der direkten Fortbildungskosten. Der Kurs muss mindestens 60 Euro Kosten.
Wie wird gefördert? Der Interessent bestellt telefonisch das Formular oder lädt es aus dem Internet herunter. Das ausgefüllte Formular schickt er an die zuständige Beratungsstelle. Stimmen alle Voraussetzungen, bekommt er den Qualischeck per Post zugeschickt. Qualischecks werden zunächst nur bis zum 30. Juni 2012 ausgestellt. Jeder Scheck ist drei Monate gültig.
Wer ist Ansprechpartner? Die Beratungsstelle “Die Rat”, telefonisch zu erreichen unter 0800 / 58 88 432, im Internet unter www.qualischeck.rlp.de.

Steuerliche Absetzbarkeit

Nach einem aktuellen Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofs kann man die Ausgaben für eine Weiterbildung voll als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben absetzen. Der Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen kann bei Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. Ausgaben für Kursgebühren, Lernmaterial und Reisen zählen zu den Werbungskosten. Die Pauschale dafür beträgt 920 Euro. Erst wenn die Kosten für die Weiterbildung zusammen mit anderen Werbungskosten (zum Beispiel für Fachliteratur und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit) darüber liegen, lohnt sich das Quittungen sammeln. Genaue Informationen erteilen die örtlichen Finanzämter, alle Steuerberater und die Lohnsteuerhilfevereine (zentrale Telefonnummer 030 / 30 10 86 10 und www.bdl-online.de).

WeGebAU

Was ist das? Ein Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit, das vor allem der “Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen” (WeGebAU) dient.
Wer wird gefördert? Beschäftigte, die keinen Berufsabschluss haben oder seit mindestens vier Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten. Zudem richtet sich das Programm an Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern. Bisher mussten die Geförderten mindestens 45 Jahre alt sein, seit April 2012 entfällt die Altersgrenze.
Was wird gefördert? Kosten für einen Kurs, der außerhalb des Betriebs bei einem zugelassenen Bildungsanbieter stattfindet – es sei denn, die Maßnahme richtet sich an Geringqualifizierte.
Wer ist Ansprechpartner? Die örtliche Agentur für Arbeit, Arbeitgeber wenden sich an den Arbeitgeber-Service. Arbeitnehmer an ihren Arbeitsberater.

Weiterbildung direkt

Wer wird gefördert? Bei Weiterbildungen werden Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro und Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen nach SGB II bzw. SGB III gefördert. Bei Zusatzqualifikationen werden volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen und volljährige Schüler in schulischen Berufsausbildungsgängen von Berufsfachschulen gefördert.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die Förderung muss min. sechs Wochen vor der verbindlichen Anmeldung zur Weiterbildung beantragt werden. Die Anmeldung zum Kurs muss unabhängig vom Arbeitgeber erfolgen. Die Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Das monatliche Bruttoeinkommen darf 4575 Euro nicht übersteigen. Weiterbildungen werden ab 1.000 Euro Gesamtkosten (Teilnahmegebühr, Prüfungsgebühr, Reise- und Unterbringungskosten inklusive) gefördert, Zusatzqualifikationen ab 500 Euro gefördert. Der Kurs darf nicht nach dem AFBG (Aufstiegs-BAföG) förderfähig sein.
Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsinteressierte muss den vollständigen Antrag formgebunden an die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stellen – und zwar fristgerecht (min. 6 Wochen) vor Beginn der Weiterbildung. Eine Anmeldung dazu darf erst danach erfolgen. Der Antrag kann unter www.ib-sachsen-anhalt.de heruntergeladen werden. Die kostenloste telefonische Beratungshotline erreichen Sie unter:  0800 56 007 57.

Weiterbildungsbonus Hamburg

Der Hamburger Weiterbildungsbonus fördert berufliche Weiterbildung. Die Förderhöhe variiert je nach Art der Fortbildung und persönlichem Profil der Antragsteller. Deshalb lassen Sie sich vom Team des Hamburger Weiterbildungsbonus beraten. Die Hotline ist 040 / 21 112 536. Informationen zum Antragsverfahren und den Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter www.weiterbildungsbonus.net

Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein

Wer wird gefördert? Arbeitnehmer und Auszubildende in Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern. Der Betrieb muss seinen Sitz oder zumindest eine Betriebsstätte in Schleswig-Holstein haben.
Was wird gefördert? Seminarkosten für eine berufliche Weiterbildung, wenn diese zwischen 160 und 4.000 Euro kostet. Stellt der Arbeitgeber den Beschäftigten dafür frei, trägt das Land die Kosten komplett. Findet der Kurs in der Freizeit statt steuert das Land nur 45 % zu, den Rest muss der Arbeitgeber tragen. Das Seminar muss zwischen 16 und 400 Stunden dauern.
Wie wird gefördert? Vor Beginn der Weiterbildung muss der Beschäftigte die Förderung bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein beantragen. Stimmt sie zu, kann sich der Teilnehmer nach Kursende die Gebühren erstatten lassen. Möglich ist auch, dass der Arbeitgeber in Vorleistung geht.
Wer ist Ansprechpartner? Die Investitionsbank Schleswig-Holstein, im Internet unter www.ib-sh.de/aktion-a1, telefonisch zu erreichen unter 0431 / 99 05 22 22.

Weiterbildungsscheck Sachsen

Wer wird gefördert? Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von bis zu 2.500 Euro im Monat. Wer bis zu 4.150 Euro monatlich verdient, ist antragsberechtigt, wenn er zum Beispiel älter als 50 Jahre ist, in Teilzeit arbeitet oder als Leiharbeiter beschäftigt ist.
Was wird gefördert? Kosten für eine berufliche Weiterbildung werden rückwirkend anteilig erstattet. Je nach Einkommen gibt es 60 oder 80 % der Kursgebühren als Zuschuss.
Wie wird gefördert? Der Interessent reicht ein ausgefülltes Antragsformular zusammen mit drei Seminarangeboten bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) ein. Die Bearbeitung kann etwa sechs Wochen dauern. Erst danach darf sich der Interessent für die Fortbildung anmelden. Nach Kursende erstattet die SAB die Kosten anteilig.
Wer ist Ansprechpartner? Die SAB unter Telefon 0351 / 49 10 49 30, im Internet unter www.sab.sachsen.de.

Weiterbildungsscheck Thüringen

Wer wird gefördert? Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Betrieben sowie Selbstständige mit einem Jahresbruttoeinkommen zwischen 25.600 Euro und 40.000 Euro (Verheiratete das Doppelte). Unternehmens- oder Geschäftssitz sollte in Thüringen sein.
Was wird gefördert? 50 % der Kurskosten werden rückerstattet. Über 45-Jährige, Ausbilder und Wiedereinsteiger nach Eltern- oder Pflegezeit bekommen einen Zuschuss von 70 %. Maximal gibt es 500 Euro im Jahr. Ist diese Summe mit einer Weiterbildung noch nicht ausgeschöpft, können im gleichen Jahr weitere Anträge gestellt werden.
Wie wird gefördert? In das Antragsformular trägt der Interessent unter anderem seine persönlichen Daten, die Lehrgangsbezeichnung und den ausgewählten zertifizierten Bildungsanbieter ein. Diesen Antrag reicht er bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GFAW) eni. Erst nach deren Zusage darf sich der Interessent für eine Fortbildung anmelden. Nach Kursende erstattet die GFAW auf Antrag die Kosten anteilig zurück.
Wer ist Ansprechpartner? Die GFAW. Sie erreichen sie telefonisch unter 0361 / 22 230. Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite www.gfaw-thueringen.de.

Weiterbildungssparen

Was ist das? Der zweite Bestandteil der Bildungsprämie. Das Angebot richtet sich an Beschäftigte, die vermögenswirksame Leistungen ansparen und das Geld für eine Weiterbildung nutzen wollen.
Was wird gefördert? Die gleichen Kurse wie beim Prämiengutschein. Es ist möglich, Prämiengutschein und Weiterbildungssparen gleichzeitig zu nutzen.
Wer wird gefördert? Diejenigen, die nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) vermögenswirksame Leistungen ansparen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. Zur Erklärung: Vermögenswirksame Leistungen sind im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelte Leistungen, die der Arbeitgeber monatlich auf ein Anlagekonto des Mitarbeiters überweist. Hat der Mitarbeiter ein niedriges Einkommen, unterstützt der Staat ihn bei bestimmten Anlageformen mit der Arbeitnehmersparzulage. Alleinstehende erhalten sie für einen Bausparvertrag, wenn ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen bei höchstens 17.900 Euro liegt. Für andere Sparformen wie Wertpapier fließt die Zulage bei einem Jahreseinkommen bis 20.000 Euro. Für Ehepaare gelten die doppelten Werte.
Wie wird gefördert? Normalerweise gilt für vermögenswirksame Leistungen eine siebenjährige Sperrfrist. In dieser Zeit darf der Sparer das Geld nicht antasten, sonst verfällt der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Will der Sparer aber eine Weiterbildung finanzieren, kann er Geld entnehmen, ohne die Zulage zu verlieren. Vorher muss der Interessent eine Beratungsstelle aufsuchen. Der Berater stellt einen Spargutschein aus, den der Kursanbieter ausfüllen muss. Mit diesem Schein geht der Sparer zu seiner Bank und kann Geld aus dem Sparvertrag entnehmen. Vorab sollte er sich aber bei seinem Kreditinstitut über die Bedingungen für die Entnahme informieren, zum Beispiel über Kündigungsfristen.
Wer ist Ansprechpartner? Mehr Informationen zum Weiterbildungssparen finden Sie unterwww.bildungspraemie.info. Bei Ihrer Personalstelle oder dem Betriebsrat erfahren Sie, ob Ihnen vermögenswirksame Leistungen zustehen.

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Was ist das? Ein Stipendiatenprogramm für begabte junge Fachkräfte.
Wer wird gefördert? Personen unter 25 Jahren mit besonderen Leistungen in Ausbildung und Beruf, etwa einem sehr guten Ausbildungsabschluss. Durch Zeiten wie Zivildienst oder Mutterschutz kann sich die Altersgrenze um bis zu drei Jahre verschieben.
Was wird gefördert? Anspruchsvolle Weiterbildungen, die in unterschiedlichen Bereichen stattfinden können. Die Palette reicht von Aufstiegsfortbildungen etwa zum Fachwirt oder zum Betriebswirt bis hin zu EDV-Kursen, Kommunikationsseminaren und Intensiv-Sprachkursen im Ausland. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Förderung auch für ein berufsbegleitendes Studium.
Wie wird gefördert? Insgesamt ist eine Förderung von bis zu 6.000 Euro möglich. Die Stipendiaten erhalten drei Jahre lang Ausgaben bis 2.000 Euro jährlich für Lehrgang, Fahrten, Unterkunft und Arbeitsmittel erstattet. Sie müssen aber einen Eigenanteil von mindestens 10 % der Lehrgangskosten selbst übernehmen.
Wer ist Ansprechpartner? Die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis eingetragen ist. Das sind meist die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern. Angehörige der Gesundheitsfachberufe bewerben sich bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Mehr zum Programm erfahren Sie unter www.sbb-stipendien.de.

WiN Niedersachsen

Wer in einem niedersächsischen Unternehmen beschäftigt ist, kann sich mithilfe seines Arbeitgebers und der NBank auch in Zukunft günstiger weiterbilden. Die Anmeldung zum neuen Förderprogramm Weiterbildung in Niedersachsen (WiN) erfolgt dabei über das Unternehmen, das sich bei der NBank meldet. WiN wird aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Wer wird gefördert? Von WiN profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Das neue Programm zielt auf Beschäftigte aus kleinen und mittleren niedersächsischen Unternehmen sowie Betriebsinhaber von Kleinstunternehmen, die weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die inhaltlich in sich abgeschlossene Maßnahme muss eine allgemein am Arbeitsmarkt verwertbare Qualifikation vermitteln und mit einem Zertifikat abschließen. Die Antragsstellung muss vier Wochen vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Pro Teilnehmer und Weiterbildungsmaßnahme stellt das Unternehmen einen Antrag bei der NBank. Fördermittel für mehrere Beschäftigte aus ein und demselben Unternehmen müssen jeweils einzeln beantragt und abgerechnet werden. 10% der Lehrgangsgebühren müssen vom Unternehmen kofinanziert werden. Eine Anrechnung von fortgezahlten Löhnen und Gehältern ist möglich. Es dürfen keine anderen öffentlichen Finanzierungshilfen in Anspruch genommen werden, z.B. Aufstiegs-BAföG. Ausgenommen von der Förderung sind Personen, die einen freien Beruf ausüben und Freiberufler, die gewerblich in einer GmbH organisiert sind. Ausgeschlossen sind auch Qualifizierungsmaßnahmen für Personen aus den Bereichen Land-, Forst-, Hauswirtschaft und Gartenbau.
Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsinteressierte kontaktiert seinen Arbeitgeber und klärt ab, wer die Maßnahme bezahlt. Der Antrag für das Förderprogramm, durch das die Gesamtkosten halbiert werden können, erfolgt dann online bei der NBank. Beachten Sie, dass eine verbindliche Anmeldung erst nach der Zuschuss-Bewilligung der NBank erfolgen darf, um von der Förderung zu profitieren.