Fördermöglichkeiten

Möglichkeiten der Finanzierung der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung qualifizieren Sie sich für Ihre berufliche Zukunft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hilfe bei der Finanzierung zu bekommen. Nachfolgend erläutern wir kurz die am häufigsten angewandten Maßnahmen. Eine gute Recherchemöglichkeit über die unterschiedlichsten Förderungen bietet die Website www.foerderdatenbank.de!

Berufsförderungsdienst

Der Berufsförderungsdienst (BFD) hat sich die schulische und berufliche Bildung von Soldaten auf Zeit zum Ziel gesetzt. Gefördert werden Weiterbildungen sowohl während, als auch nach der Wehrdienstzeit, um optimale Voraussetzungen zum Eintritt in einen Zivilberuf zu schaffen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden durch den Berufsförderungsdienst Soldaten, die sich bei der Bundeswehr auf Zeit verpflichtet haben.
Was wird gefördert? Die Voraussetzung für eine Förderung nach dem Bundesförderungsdienst ist eine vorausgehende Verpflichtung bei der Bundeswehr. Des Weiteren muss eine Beratung mit dem Berufsförderungsdienst erfolgen. Bei dieser Beratung werden mit den Soldaten Chancen und Perspektiven für das weitere Berufsleben besprochen.
Wie viel wird gefördert? Die Förderung durch den Bundesförderungsdienst ist abhängig vom Kostenrichtwert. Je nach Kostenrichtwert übernimmt der BFD die gesamten Weiterbildungskosten oder nur einen Teil der Kosten, das heißt der Anspruch auf eine Förderung zur Weiterbildung ist zeitlich und finanziell auf Grundlage der Verpflichtungszeit gestaffelt.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Weiterbildung findet mit den Mitarbeitern des örtlichen zuständigen Berufsförderungsdienstes eine individuelle Beratung statt. Hier wird ein auf den Soldaten zugeschnittener Förderungsplan festgelegt. Für die ausgewählte Weiterbildung ist dann ein Antrag auf Förderung schriftlich, über den zuständigen Berater des Berufsförderungsdienstes, zu stellen. Wird die Förderung bewilligt, kann die Anmeldung zum Kurs erfolgen.

Bildungsgutschein

Die ebam Akademie ist nach Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZAV) trägerzertifiziert. Besprechen Sie die Übernahme der Kosten mit Ihrem zuständigen Arbeitsberater oder Fallmanager. Arbeitsuchend gemeldete oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen haben bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit, einen Bildungsgutschein zu erhalten, der für nahezu das gesamte Kursprogramm der ebam Akademie eingereicht werden kann. Darüber hinaus bereitet die ebam Akademie spezielle Kurse zur Zertifizierung mit Maßnahmenummer bei der Arbeitsagentur vor.

Bildungsscheck Bayern

Der Bayerische Bildungsscheck ist ein Pauschalzuschuss in Höhe von 500 Euro für die individuelle berufliche Weiterbildung im Bereich Digitalisierung. Das Programm wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Voraussetzungen: Arbeitnehmer mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Bayern, Brutto-Jahreseinkommen liegt über 20.000 Euro. Sie lassen sich durch einen Weiterbildungsinitiator beraten und die gewünschte Weiterbildung befasst sich mit Themen der Digitalisierung. Die Weiterbildung kostet mehr als 500 Euro und dauert mindestens acht Stunden. Ihr Arbeitgeber kann die Weiterbildung zusätzlich unterstützen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.stmas.bayern.de/arbeit/bildungsscheck/.
Hinweis: Die Förderung durch den Bayerischen Bildungsscheck läuft am 31.07.2021 aus, daher können nur noch Seminare berücksichtigt werden, die bis zum 30.11.2021 beginnen.

Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Hälfte der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro pro Bildungsscheck. Gefördert werden Arbeitnehmer aus kleinen und mittleren Betrieben mit maximal 250 Beschäftigten, die in NRW wohnen oder arbeiten. Zu beachten: Arbeitnehmer, dürfen seit mindestens zwei Jahren keine Weiterbildung mehr besucht haben. Gefördert werden Angebote, die Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Einsichten und Verhaltensweisen für die berufliche Tätigkeit vermitteln. Die Bildungsschecks werden über ausgewählte Beratungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen vergeben. In der Beratung werden inhaltliche und formelle Voraussetzungen zum Erhalt des Bildungsschecks geklärt und geeignete Weiterbildungsangebote und Anbieter ausgewählt. Im Anschluss an die Beratung wird der Bildungsscheck ausgehändigt und beim Weiterbildungsträger zur Verrechnung eingereicht. Die Weiterbildungsanbieter benötigen das Original des Bildungsschecks zur eigenen Verrechnung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bildungsscheck.nrw.de.

Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert unter der Bezeichnung “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” Maßnahmen zur Wiedereingliederung oder Berufsförderung. Durch diese Form der Rehabilitation erhalten allen voran Personen, die gesundheitliche Probleme haben, eine Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz zu erhalten bzw. neue Berufschancen zu erschließen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden Personen, deren Erwerbsfähigkeit aufgrund von Krankheit bedroht oder bereits gemindert ist. Voraussetzung für eine Förderung in Form der “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” durch die Deutsche Rentenversicherung ist, dass die bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Berufsförderung muss ein Antrag gestellt werden. Der jeweilig zuständige Rentenversicherungsträger prüft daraufhin, ob die Voraussetzungen für berufliche Rehabilitationsleistungen erfüllt sind. Die Formulare für die Anträge, wie auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, erhalten Sie bei den folgenden Stellen: Rentenversicherung, Auskunfts- und Beratungsstellen, Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation, Gesetzliche Krankenkassen, Versicherungsämter, Agentur für Arbeit.

Prämiengutschein

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und Sie über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen.

Den Prämiengutschein geben Sie bei Ihrem Weiterbildungsanbieter ab und zahlen dann lediglich Ihren Eigenanteil für die Weiterbildung. Sie können jedes Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten. Dieser wird bei uns nur akzeptiert, wenn die vom Bund geforderte Teilnahmebestätigung am letzten Schulungstag an uns unterschrieben übergeben wird. Wenn eine Mitwirkung nicht erfolgt, wird der Differenzbetrag vom Teilnehmer eingefordert.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:
www.bildungspraemie.info

Qualischeck Rheinland-Pfalz

Wer wird gefördert? Gefördert werden können grundsätzlich alle abhängig Beschäftigten mit Hauptwohnsitz oder Arbeitsort in Rheinland-Pfalz.
Was wird gefördert? Gefördert werden somit individuelle berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen für Einzelpersonen, die der Verbesserung der Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenz dienen. Berufsbezogen sind Weiterbildungen, wenn sie im beruflichen Kontext stehen und dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dienen.
Bitte beachten: Der QualiScheck kann nur für Weiterbildungen beantragt werden, zu denen sich noch nicht angemeldet wurde und die noch nicht begonnen haben.
Gefördert werden 50% der entstehenden Weiterbildungskosten (Anmelde-, Teilnahme- und Prüfungsgebühren sowie z.B. Skripte und Materialien, sofern sie Bestandteil der Teilnahmekosten sind). Sonstige Kosten, wie z. B. Fahrtkosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten sind nicht förderfähig. Die maximale Förderhöhe beträgt 1.500 € pro Person, Weiterbildung und Kalenderjahr der Kostenerstattung.
Wie wird gefördert? Ihr Antrag muss spätestens einen Monat vor Beginn der Weiterbildung beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung eingegangen sein. Eine Anmeldung zur Weiterbildungsmaßnahme ist erst nach Erhalt des Bewilligungsbescheids zulässig. Das Antragsformular steht zum Download zur Verfügung unter folgendem Link: https://www.berufliche-weiterbildung.rlp.de/foerderprogramm-qualischeck/antragstellung Das Formular kann online oder von Hand ausgefüllt werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag muss dann nur noch an die im Antragsformular eingedruckte Adresse gesendet werden.
Wer ist Ansprechpartner? Es gibt eine kostenfreie Servicenummer unter 0800 / 58 88 432, im Internet unter www.berufliche-weiterbildung.rlp.de

Steuerliche Absetzbarkeit

Nach einem aktuellen Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofs kann man die Ausgaben für eine Weiterbildung voll als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben absetzen. Der Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen kann bei Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. Ausgaben für Kursgebühren, Lernmaterial und Reisen zählen zu den Werbungskosten. Die Pauschale dafür beträgt 920 Euro. Erst wenn die Kosten für die Weiterbildung zusammen mit anderen Werbungskosten (zum Beispiel für Fachliteratur und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit) darüber liegen, lohnt sich das Quittungen sammeln. Genaue Informationen erteilen die örtlichen Finanzämter, alle Steuerberater und die Lohnsteuerhilfevereine (zentrale Telefonnummer 030 / 30 10 86 10 und www.bdl-online.de).

WeGebAU

Was ist das? Ein Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit, das vor allem der “Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen” (WeGebAU) dient.
Wer wird gefördert? Beschäftigte, die keinen Berufsabschluss haben oder seit mindestens vier Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten. Zudem richtet sich das Programm an Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern. Bisher mussten die Geförderten mindestens 45 Jahre alt sein, seit April 2012 entfällt die Altersgrenze.
Was wird gefördert? Kosten für einen Kurs, der außerhalb des Betriebs bei einem zugelassenen Bildungsanbieter stattfindet – es sei denn, die Maßnahme richtet sich an Geringqualifizierte.
Wer ist Ansprechpartner? Die örtliche Agentur für Arbeit, Arbeitgeber wenden sich an den Arbeitgeber-Service. Arbeitnehmer an ihren Arbeitsberater.

Weiterbildung direkt Sachsen-Anhalt

Wer wird gefördert? Bei Weiterbildungen werden Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro und Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen nach SGB II bzw. SGB III gefördert. Bei Zusatzqualifikationen werden volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen und volljährige Schüler in schulischen Berufsausbildungsgängen von Berufsfachschulen gefördert.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die Förderung muss min. sechs Wochen vor der verbindlichen Anmeldung zur Weiterbildung beantragt werden. Die Anmeldung zum Kurs muss unabhängig vom Arbeitgeber erfolgen. Die Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Das monatliche Bruttoeinkommen darf 4575 Euro nicht übersteigen. Weiterbildungen werden ab 1.000 Euro Gesamtkosten (Teilnahmegebühr, Prüfungsgebühr, Reise- und Unterbringungskosten inklusive) gefördert, Zusatzqualifikationen ab 500 Euro gefördert. Der Kurs darf nicht nach dem AFBG (Aufstiegs-BAföG) förderfähig sein.
Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsinteressierte muss den vollständigen Antrag formgebunden an die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stellen – und zwar fristgerecht (min. 6 Wochen) vor Beginn der Weiterbildung. Eine Anmeldung dazu darf erst danach erfolgen. Der Antrag kann unter www.ib-sachsen-anhalt.de heruntergeladen werden. Die kostenloste telefonische Beratungshotline erreichen Sie unter:  0800 56 007 57.

Weiterbildungsbonus Hamburg

Der Hamburger Weiterbildungsbonus fördert berufliche Weiterbildung. Die Förderhöhe variiert je nach Art der Fortbildung und persönlichem Profil der Antragsteller. Deshalb lassen Sie sich vom Team des Hamburger Weiterbildungsbonus beraten. Die Hotline ist 040 / 21 112 536. Informationen zum Antragsverfahren und den Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter www.weiterbildungsbonus.net

Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein

Wer wird gefördert? Beschäftigte, Auszubildende, freiberuflich Tätige oder Inhaberin oder Inhaber eines Kleinstbetriebes.
Was wird gefördert? Mit dem Weiterbildungsbonus werden Seminarkosten der beruflichen Weiterbildung gefördert. Der Zuschuss zu der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme umfasst bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Seminarkosten, höchstens jedoch 1.500 Euro der Gesamtmaßnahme. Die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber hat mindestens 50% der Seminarkosten zu tragen. Das Seminar muss mindestens zwei Tage (16 Stunden) umfassen.
Ab 1. Juni 2021: Weiterbildungsbonus Pro mit verringerter Arbeitgeber- bzw. Eigenbeteiligung von 10% statt 50%.
Wie wird gefördert? Die Antragsunterlagen können bei der Bewilligungsbehörde (Investitionsbank Schleswig-Holstein, Fleethörn 29-31, 24103 Kiel, Telefonnummer 0431/9905-2222) angefordert oder im Internet unter www.ib-sh.de heruntergeladen werden. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende einerseits und für Freiberufler und Inhabern von Kleinstbetrieben andererseits gibt es dabei separate Antragsvordrucke. Der Antrag muss vollständig und rechtsverbindlich unterschrieben rechtzeitig vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme – spätestens jedoch einen Tag vorher – bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein vorliegen. Der Antrag sollte so frühzeitig wie möglich eingereicht werden, da vor Start der Weiterbildungsmaßnahme entweder eine positive Entscheidung über den Förderantrag (Bewilligung) oder zumindest eine Zustimmung zur Teilnahme (Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn) erforderlich ist. Ansonsten ist eine Förderung ausgeschlossen.
Wer ist Ansprechpartner? Die Investitionsbank Schleswig-Holstein, im Internet unter https://www.ib-sh.de/produkt/landesprogramm-arbeit-aktion-c4-weiterbildungsbonus/ , telefonisch zu erreichen unter 0431 / 99 05 22 22.

Weiterbildungsscheck Sachsen

Derzeit befindet sich eine neue Förderung der beruflichen Weiterbildung im Freistaat Sachsen für das zweite Halbjahr 2021 und für 2022 in Planung. Das Förderprogramm „Berufliche Weiterbildung Sachsen“ soll voraussichtlich im 3. Quartal 2021 starten.

Weiterbildungsscheck Thüringen

Wer wird gefördert? Arbeitnehmer mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis in einem Thüringer Unternehmen. Das zu versteuernde Jahreseinkommen muss gemäß dem letzten Einkommenssteuerbescheid zwischen 20.000 € und 40.000 € bei Einzelveranlagung und zwischen 40.000 € und 80.000 € bei Zusammenveranlagung liegen.
Was wird gefördert? Gefördert wird die individuelle Weiterbildung. Diese Weiterbildung muss im Zusammenhang mit Ihrer ausgeübten beruflichen Tätigkeit stehen und berufsbegleitend durchgeführt werden. Gefördert wird bis zu einer Höhe von 1.000,00 Euro.
Wie wird gefördert? In das Antragsformular, welches per Download zur Verfügung steht, trägt der Interessent unter anderem seine persönlichen Daten, die Lehrgangsbezeichnung und den ausgewählten zertifizierten Bildungsanbieter ein. Der Antrag ist ausgedruckt und mit rechtsverbindlicher Unterschrift sowie den erforderlichen Unterlagen (Kopie Arbeitsvertrag, Kopie Einkommensteuerbescheid, Kurzbeschreibung des Weiterbildungsanbieters) postalisch an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen GFAW (GFAW mbH – R 1.3 Antrag Weiterbildung, Warsbergstraße 1, 99092 Erfurt) zu senden. Erst nach deren Zusage darf sich der Interessent für eine Fortbildung anmelden. Nach Kursende erstattet die GFAW auf Antrag die Kosten anteilig zurück.
Wer ist Ansprechpartner? Die GFAW. Sie erreichen sie telefonisch unter 0361 / 22 230. Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite https://www.gfaw-thueringen.de/foerderung/foerderung-a-z/weiterbildungsrichtlinie-2-3-weiterbildungsscheck.

Weiterbildungssparen

Was ist das? Der zweite Bestandteil der Bildungsprämie. Das Angebot richtet sich an Beschäftigte, die vermögenswirksame Leistungen ansparen und das Geld für eine Weiterbildung nutzen wollen.
Was wird gefördert? Die gleichen Kurse wie beim Prämiengutschein. Es ist möglich, Prämiengutschein und Weiterbildungssparen gleichzeitig zu nutzen.
Wer wird gefördert? Diejenigen, die nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) vermögenswirksame Leistungen ansparen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. Zur Erklärung: Vermögenswirksame Leistungen sind im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelte Leistungen, die der Arbeitgeber monatlich auf ein Anlagekonto des Mitarbeiters überweist. Hat der Mitarbeiter ein niedriges Einkommen, unterstützt der Staat ihn bei bestimmten Anlageformen mit der Arbeitnehmersparzulage. Alleinstehende erhalten sie für einen Bausparvertrag, wenn ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen bei höchstens 17.900 Euro liegt. Für andere Sparformen wie Wertpapier fließt die Zulage bei einem Jahreseinkommen bis 20.000 Euro. Für Ehepaare gelten die doppelten Werte.
Wie wird gefördert? Normalerweise gilt für vermögenswirksame Leistungen eine siebenjährige Sperrfrist. In dieser Zeit darf der Sparer das Geld nicht antasten, sonst verfällt der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Will der Sparer aber eine Weiterbildung finanzieren, kann er Geld entnehmen, ohne die Zulage zu verlieren. Vorher muss der Interessent eine Beratungsstelle aufsuchen. Der Berater stellt einen Spargutschein aus, den der Kursanbieter ausfüllen muss. Mit diesem Schein geht der Sparer zu seiner Bank und kann Geld aus dem Sparvertrag entnehmen. Vorab sollte er sich aber bei seinem Kreditinstitut über die Bedingungen für die Entnahme informieren, zum Beispiel über Kündigungsfristen.
Wer ist Ansprechpartner? Mehr Informationen zum Weiterbildungssparen finden Sie unterwww.bildungspraemie.info. Bei Ihrer Personalstelle oder dem Betriebsrat erfahren Sie, ob Ihnen vermögenswirksame Leistungen zustehen.

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Was ist das? Ein Stipendiatenprogramm für begabte junge Fachkräfte.
Wer wird gefördert? Personen unter 25 Jahren mit besonderen Leistungen in Ausbildung und Beruf, etwa einem sehr guten Ausbildungsabschluss. Durch Zeiten wie Zivildienst oder Mutterschutz kann sich die Altersgrenze um bis zu drei Jahre verschieben.
Was wird gefördert? Anspruchsvolle Weiterbildungen, die in unterschiedlichen Bereichen stattfinden können. Die Palette reicht von Aufstiegsfortbildungen etwa zum Fachwirt oder zum Betriebswirt bis hin zu EDV-Kursen, Kommunikationsseminaren und Intensiv-Sprachkursen im Ausland. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Förderung auch für ein berufsbegleitendes Studium.
Wie wird gefördert? Insgesamt ist eine Förderung von bis zu 6.000 Euro möglich. Die Stipendiaten erhalten drei Jahre lang Ausgaben bis 2.000 Euro jährlich für Lehrgang, Fahrten, Unterkunft und Arbeitsmittel erstattet. Sie müssen aber einen Eigenanteil von mindestens 10 % der Lehrgangskosten selbst übernehmen.
Wer ist Ansprechpartner? Die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis eingetragen ist. Das sind meist die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern. Angehörige der Gesundheitsfachberufe bewerben sich bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Mehr zum Programm erfahren Sie unter www.sbb-stipendien.de.

WiN Niedersachsen

Wer in einem niedersächsischen Unternehmen beschäftigt ist, kann sich mithilfe seines Arbeitgebers und der NBank auch in Zukunft günstiger weiterbilden. Die Anmeldung zum neuen Förderprogramm Weiterbildung in Niedersachsen (WiN) erfolgt dabei über das Unternehmen, das sich bei der NBank meldet. WiN wird aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Wer wird gefördert? Von WiN profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Das neue Programm zielt auf Beschäftigte aus kleinen und mittleren niedersächsischen Unternehmen sowie Betriebsinhaber von Kleinstunternehmen, die weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die inhaltlich in sich abgeschlossene Maßnahme muss eine allgemein am Arbeitsmarkt verwertbare Qualifikation vermitteln und mit einem Zertifikat abschließen. Die Antragsstellung muss vier Wochen vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Pro Teilnehmer und Weiterbildungsmaßnahme stellt das Unternehmen einen Antrag bei der NBank. Fördermittel für mehrere Beschäftigte aus ein und demselben Unternehmen müssen jeweils einzeln beantragt und abgerechnet werden. 10% der Lehrgangsgebühren müssen vom Unternehmen kofinanziert werden. Eine Anrechnung von fortgezahlten Löhnen und Gehältern ist möglich. Es dürfen keine anderen öffentlichen Finanzierungshilfen in Anspruch genommen werden, z.B. Aufstiegs-BAföG. Ausgenommen von der Förderung sind Personen, die einen freien Beruf ausüben und Freiberufler, die gewerblich in einer GmbH organisiert sind. Ausgeschlossen sind auch Qualifizierungsmaßnahmen für Personen aus den Bereichen Land-, Forst-, Hauswirtschaft und Gartenbau.
Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsinteressierte kontaktiert seinen Arbeitgeber und klärt ab, wer die Maßnahme bezahlt. Der Antrag für das Förderprogramm, durch das die Gesamtkosten halbiert werden können, erfolgt dann online bei der NBank. Beachten Sie, dass eine verbindliche Anmeldung erst nach der Zuschuss-Bewilligung der NBank erfolgen darf, um von der Förderung zu profitieren. Informationen und Beratung erhalten Sie telefonisch unter 0511 30031-333 oder im Internet unter https://www.nbank.de/Unternehmen/Ausbildung-Qualifikation/Weiterbildung-in-Niedersachsen/