Fördermöglichkeiten

Möglichkeiten der Finanzierung der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung qualifizieren Sie sich für Ihre berufliche Zukunft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hilfe bei der Finanzierung zu bekommen. Nachfolgend erläutern wir kurz die am häufigsten angewandten Maßnahmen. Eine gute Recherchemöglichkeit über die unterschiedlichsten Förderungen bietet die Website www.foerderdatenbank.de!

Berufsförderungsdienst

Der Berufsförderungsdienst (BFD) hat sich die schulische und berufliche Bildung von SoldatInnen auf Zeit zum Ziel gesetzt. Gefördert werden Weiterbildungen sowohl während, als auch nach der Wehrdienstzeit, um optimale Voraussetzungen zum Eintritt in einen Zivilberuf zu schaffen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden durch den Berufsförderungsdienst SoldatInnen, die sich bei der Bundeswehr auf Zeit verpflichtet haben.
Was wird gefördert? Die Voraussetzung für eine Förderung nach dem Bundesförderungsdienst ist eine vorausgehende Verpflichtung bei der Bundeswehr. Des Weiteren muss eine Beratung mit dem Berufsförderungsdienst erfolgen. Bei dieser Beratung werden mit den SoldatInnen Chancen und Perspektiven für das weitere Berufsleben besprochen.
Wie viel wird gefördert? Die Förderung durch den Bundesförderungsdienst ist abhängig vom Kostenrichtwert. Je nach Kostenrichtwert übernimmt der BFD die gesamten Weiterbildungskosten oder nur einen Teil der Kosten, das heißt der Anspruch auf eine Förderung zur Weiterbildung ist zeitlich und finanziell auf Grundlage der Verpflichtungszeit gestaffelt.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Weiterbildung findet mit den MitarbeiterInnen des örtlichen zuständigen Berufsförderungsdienstes eine individuelle Beratung statt. Hier wird ein auf die SoldatInnen zugeschnittener Förderungsplan festgelegt. Für die ausgewählte Weiterbildung ist dann ein Antrag auf Förderung schriftlich, über die zuständigen Beratung des Berufsförderungsdienstes, zu stellen. Wird die Förderung bewilligt, kann die Anmeldung zum Kurs erfolgen.

Bildungsgutschein

Die ebam Akademie ist nach Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZAV) trägerzertifiziert. Besprechen Sie die Übernahme der Kosten mit Ihrer zuständigen Arbeitsberatung oder Fallmanagement. Arbeitsuchend gemeldete oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen haben bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit, einen Bildungsgutschein zu erhalten, der für nahezu das gesamte Kursprogramm der ebam Akademie eingereicht werden kann. Darüber hinaus bereitet die ebam Akademie spezielle Kurse zur Zertifizierung mit Maßnahmenummer bei der Arbeitsagentur vor.

Bildungsscheck Bayern

Der Bayerische Bildungsscheck ist ein Pauschalzuschuss in Höhe von 500 Euro für die individuelle berufliche Weiterbildung im Bereich Digitalisierung. Das Programm wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Voraussetzungen: ArbeitnehmerInnen mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Bayern, Brutto-Jahreseinkommen liegt über 20.000 Euro. Sie lassen sich durch die Weiterbildungsinitiative beraten und die gewünschte Weiterbildung befasst sich mit Themen der Digitalisierung. Die Weiterbildung kostet mehr als 500 Euro und dauert mindestens acht Stunden. Ihr Arbeitgeber kann die Weiterbildung zusätzlich unterstützen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.stmas.bayern.de/arbeit/bildungsscheck/.
Hinweis: Die Förderung durch den Bayerischen Bildungsscheck läuft am 31.07.2021 aus, daher können nur noch Seminare berücksichtigt werden, die bis zum 30.11.2021 beginnen.

Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt die Hälfte der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro pro Bildungsscheck. Gefördert werden ArbeitnehmerInnen aus kleinen und mittleren Betrieben mit maximal 250 Beschäftigten, die in NRW wohnen oder arbeiten. Zu beachten: ArbeitnehmerInnen dürfen seit mindestens zwei Jahren keine Weiterbildung mehr besucht haben. Gefördert werden Angebote, die Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Einsichten und Verhaltensweisen für die berufliche Tätigkeit vermitteln. Die Bildungsschecks werden über ausgewählte Beratungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen vergeben. In der Beratung werden inhaltliche und formelle Voraussetzungen zum Erhalt des Bildungsschecks geklärt und geeignete Weiterbildungsangebote und Anbieter ausgewählt. Im Anschluss an die Beratung wird der Bildungsscheck ausgehändigt und beim Weiterbildungsträger zur Verrechnung eingereicht. Die Weiterbildungsanbieter benötigen das Original des Bildungsschecks zur eigenen Verrechnung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bildungsscheck.nrw.de.

Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert unter der Bezeichnung “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” Maßnahmen zur Wiedereingliederung oder Berufsförderung. Durch diese Form der Rehabilitation erhalten allen voran Personen, die gesundheitliche Probleme haben, eine Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz zu erhalten bzw. neue Berufschancen zu erschließen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden Personen, deren Erwerbsfähigkeit aufgrund von Krankheit bedroht oder bereits gemindert ist. Voraussetzung für eine Förderung in Form der “Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben” durch die Deutsche Rentenversicherung ist, dass die bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.
Wie wird gefördert? Im Vorfeld der Berufsförderung muss ein Antrag gestellt werden. Der jeweilig zuständige Rentenversicherungsträger prüft daraufhin, ob die Voraussetzungen für berufliche Rehabilitationsleistungen erfüllt sind. Die Formulare für die Anträge, wie auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, erhalten Sie bei den folgenden Stellen: Rentenversicherung, Auskunfts- und Beratungsstellen, Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation, Gesetzliche Krankenkassen, Versicherungsämter, Agentur für Arbeit.

Prämiengutschein

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und Sie über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen.

Den Prämiengutschein geben Sie bei Ihrem Weiterbildungsanbieter ab und zahlen dann lediglich Ihren Eigenanteil für die Weiterbildung. Sie können jedes Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten. Dieser wird bei uns nur akzeptiert, wenn die vom Bund geforderte Teilnahmebestätigung am letzten Schulungstag an uns unterschrieben übergeben wird. Wenn eine Mitwirkung nicht erfolgt, wird der Differenzbetrag von den TeilnehmerInnen eingefordert.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:
www.bildungspraemie.info

Qualischeck Rheinland-Pfalz

Wer wird gefördert? Gefördert werden können grundsätzlich alle abhängig Beschäftigten mit Hauptwohnsitz oder Arbeitsort in Rheinland-Pfalz.
Was wird gefördert? Gefördert werden somit individuelle berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahmen für Einzelpersonen, die der Verbesserung der Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenz dienen. Berufsbezogen sind Weiterbildungen, wenn sie im beruflichen Kontext stehen und dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dienen.
Bitte beachten: Der QualiScheck kann nur für Weiterbildungen beantragt werden, zu denen sich noch nicht angemeldet wurde und die noch nicht begonnen haben.
Gefördert werden 50% der entstehenden Weiterbildungskosten (Anmelde-, Teilnahme- und Prüfungsgebühren sowie z.B. Skripte und Materialien, sofern sie Bestandteil der Teilnahmekosten sind). Sonstige Kosten, wie z. B. Fahrtkosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten sind nicht förderfähig. Die maximale Förderhöhe beträgt 1.500 € pro Person, Weiterbildung und Kalenderjahr der Kostenerstattung.
Wie wird gefördert? Ihr Antrag muss spätestens einen Monat vor Beginn der Weiterbildung beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung eingegangen sein. Eine Anmeldung zur Weiterbildungsmaßnahme ist erst nach Erhalt des Bewilligungsbescheids zulässig. Das Antragsformular steht zum Download zur Verfügung unter folgendem Link: https://www.berufliche-weiterbildung.rlp.de/foerderprogramm-qualischeck/antragstellung Das Formular kann online oder von Hand ausgefüllt werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag muss dann nur noch an die im Antragsformular eingedruckte Adresse gesendet werden.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Es gibt eine kostenfreie Servicenummer unter 0800 / 58 88 432, im Internet unter www.berufliche-weiterbildung.rlp.de

Steuerliche Absetzbarkeit

Nach einem aktuellen Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofs kann man die Ausgaben für eine Weiterbildung voll als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben absetzen. Der Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen kann bei Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. Ausgaben für Kursgebühren, Lernmaterial und Reisen zählen zu den Werbungskosten. Die Pauschale dafür beträgt 920 Euro. Erst wenn die Kosten für die Weiterbildung zusammen mit anderen Werbungskosten (zum Beispiel für Fachliteratur und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit) darüber liegen, lohnt sich das Quittungen sammeln. Genaue Informationen erteilen die örtlichen Finanzämter, alle Steuerberatungen und die Lohnsteuerhilfevereine (zentrale Telefonnummer 030 / 30 10 86 10 und www.bdl-online.de).

WeGebAU

Was ist das? Ein Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit, das vor allem der “Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer ArbeitnehmerInnen in Unternehmen” (WeGebAU) dient.
Wer wird gefördert? Beschäftigte, die keinen Berufsabschluss haben oder seit mindestens vier Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten. Zudem richtet sich das Programm an ArbeitnehmerInnen in Betrieben mit weniger als 250 MitarbeiterInnen. Bisher mussten die Geförderten mindestens 45 Jahre alt sein, seit April 2012 entfällt die Altersgrenze.
Was wird gefördert? Kosten für einen Kurs, der außerhalb des Betriebs bei einem zugelassenen Bildungsanbieter stattfindet – es sei denn, die Maßnahme richtet sich an Geringqualifizierte.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die örtliche Agentur für Arbeit, Arbeitgeber wenden sich an den Arbeitgeber-Service. Arbeitnehmer an ihre Arbeitsberatung.

Weiterbildung direkt Sachsen-Anhalt

Wer wird gefördert? Bei Weiterbildungen werden ArbeitnehmerInnen mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro und Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen nach SGB II bzw. SGB III gefördert. Bei Zusatzqualifikationen werden volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen und volljährige SchülerInnen in schulischen Berufsausbildungsgängen von Berufsfachschulen gefördert.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die Förderung muss mindestens sechs Wochen vor der verbindlichen Anmeldung zur Weiterbildung beantragt werden. Die Anmeldung zum Kurs muss unabhängig vom Arbeitgeber erfolgen. Die AntragstellerInnen müssen ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Das monatliche Bruttoeinkommen darf 4575 Euro nicht übersteigen. Weiterbildungen werden ab 1.000 Euro Gesamtkosten (Teilnahmegebühr, Prüfungsgebühr, Reise- und Unterbringungskosten inklusive) gefördert, Zusatzqualifikationen ab 500 Euro gefördert. Der Kurs darf nicht nach dem AFBG (Aufstiegs-BAföG) förderfähig sein.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die Weiterbildungsinteressierten müssen den vollständigen Antrag formgebunden an die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stellen – und zwar fristgerecht – mindestens 6 Wochen – vor Beginn der Weiterbildung. Eine Anmeldung dazu darf erst danach erfolgen. Der Antrag kann unter www.ib-sachsen-anhalt.de heruntergeladen werden. Die kostenlose telefonische Beratungshotline erreichen Sie unter:  0800 56 007 57.

Weiterbildungsbonus Hamburg

Der Hamburger Weiterbildungsbonus fördert berufliche Weiterbildung. Die Förderhöhe variiert je nach Art der Fortbildung und persönlichem Profil der AntragstellerInnen. Deshalb lassen Sie sich vom Team des Hamburger Weiterbildungsbonus beraten. Die Hotline ist 040 / 21 112 536. Informationen zum Antragsverfahren und den Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter www.weiterbildungsbonus.net

Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein

Wer wird gefördert? Beschäftigte, Auszubildende, freiberuflich Tätige oder InhaberInnen von Kleinstbetrieben.
Was wird gefördert? Mit dem Weiterbildungsbonus werden Seminarkosten der beruflichen Weiterbildung gefördert. Der Zuschuss zu der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme umfasst bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Seminarkosten, höchstens jedoch 1.500 Euro der Gesamtmaßnahme. Die ArbeitgeberInnen haben mindestens 50% der Seminarkosten zu tragen. Das Seminar muss mindestens zwei Tage (16 Stunden) umfassen.
Ab 1. Juni 2021: Weiterbildungsbonus Pro mit verringerter Arbeitgeber- bzw. Eigenbeteiligung von 10% statt 50%.
Wie wird gefördert? Die Antragsunterlagen können bei der Bewilligungsbehörde (Investitionsbank Schleswig-Holstein, Fleethörn 29-31, 24103 Kiel, Telefonnummer 0431/9905-2222) angefordert oder im Internet unter www.ib-sh.de heruntergeladen werden. Für ArbeitnehmerInnen sowie Auszubildende einerseits und für FreiberuflerInnen und InhaberInnen von Kleinstbetrieben andererseits gibt es dabei separate Antragsvordrucke. Der Antrag muss vollständig und rechtsverbindlich unterschrieben rechtzeitig vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme – spätestens jedoch einen Tag vorher – bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein vorliegen. Der Antrag sollte so frühzeitig wie möglich eingereicht werden, da vor Start der Weiterbildungsmaßnahme entweder eine positive Entscheidung über den Förderantrag (Bewilligung) oder zumindest eine Zustimmung zur Teilnahme (Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn) erforderlich ist. Ansonsten ist eine Förderung ausgeschlossen.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die Investitionsbank Schleswig-Holstein, im Internet unter https://www.ib-sh.de/produkt/landesprogramm-arbeit-aktion-c4-weiterbildungsbonus/ , telefonisch zu erreichen unter 0431 / 99 05 22 22.

Weiterbildungsscheck Sachsen

Wer wird gefördert? Den Weiterbildungsscheck können sowohl Einzelpersonen („Weiterbildungsscheck individuell“) als auch Unternehmen („Weiterbildungsscheck betrieblich“) erhalten.
Was wird gefördert? Sachsen fördert die berufliche Weiterbildung von Einzelpersonen und unterstützt die betriebliche Weiterbildung in kleinen und mittleren sowie in Sozialunternehmen.
Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe werden 40 bis 80 Prozent der Weiterbildungskosten inklusive Prüfungsgebühren durch einen Zuschuss gefördert. Mit der Programmdurchführung wurde die Sächsische AufbauBank (SAB) beauftragt.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Konkrete Informationen und Anforderungen zum Antragsverfahren, den Fördervoraussetzungen und weitere Konditionen sind im Internet verfügbar:
Weiterbildungsscheck – individuell
Weiterbildungsscheck – betrieblich

Weiterbildungsscheck Thüringen

Wer wird gefördert? ArbeitnehmerInnen mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis in einem Thüringer Unternehmen. Das zu versteuernde Jahreseinkommen muss gemäß dem letzten Einkommenssteuerbescheid zwischen 20.000 € und 40.000 € bei Einzelveranlagung und zwischen 40.000 € und 80.000 € bei Zusammenveranlagung liegen.
Was wird gefördert? Gefördert wird die individuelle Weiterbildung. Diese Weiterbildung muss im Zusammenhang mit Ihrer ausgeübten beruflichen Tätigkeit stehen und berufsbegleitend durchgeführt werden. Gefördert wird bis zu einer Höhe von 1.000,00 Euro.
Wie wird gefördert? In das Antragsformular, welches per Download zur Verfügung steht, tragen die InteressentInnen unter anderem ihre persönlichen Daten, die Lehrgangsbezeichnung und den ausgewählten zertifizierten Bildungsanbieter ein. Der Antrag ist ausgedruckt und mit rechtsverbindlicher Unterschrift sowie den erforderlichen Unterlagen (Kopie Arbeitsvertrag, Kopie Einkommensteuerbescheid, Kurzbeschreibung des Weiterbildungsanbieters) postalisch an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen GFAW (GFAW mbH – R 1.3 Antrag Weiterbildung, Warsbergstraße 1, 99092 Erfurt) zu senden. Erst nach deren Zusage dürfen sich die InteressentInnen für eine Fortbildung anmelden. Nach Kursende erstattet die GFAW auf Antrag die Kosten anteilig zurück.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die GFAW. Sie erreichen sie telefonisch unter 0361 / 22 230. Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite https://www.gfaw-thueringen.de/foerderung/foerderung-a-z/weiterbildungsrichtlinie-2-3-weiterbildungsscheck.

Weiterbildungssparen

Was ist das? Der zweite Bestandteil der Bildungsprämie. Das Angebot richtet sich an Beschäftigte, die vermögenswirksame Leistungen ansparen und das Geld für eine Weiterbildung nutzen wollen.
Was wird gefördert? Die gleichen Kurse wie beim Prämiengutschein. Es ist möglich, Prämiengutschein und Weiterbildungssparen gleichzeitig zu nutzen.
Wer wird gefördert? Diejenigen, die nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) vermögenswirksame Leistungen ansparen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. Zur Erklärung: Vermögenswirksame Leistungen sind im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelte Leistungen, die ArbeitgeberInnen monatlich auf ein Anlagekonto der MitarbeiterInnen überweisen. Haben die MitarbeiterInnen ein niedriges Einkommen, unterstützt der Staat sie bei bestimmten Anlageformen mit der Arbeitnehmersparzulage. Alleinstehende erhalten sie für einen Bausparvertrag, wenn ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen bei höchstens 17.900 Euro liegt. Für andere Sparformen wie Wertpapiere fließt die Zulage bei einem Jahreseinkommen bis 20.000 Euro. Für Ehepaare gelten die doppelten Werte.
Wie wird gefördert? Normalerweise gilt für vermögenswirksame Leistungen eine siebenjährige Sperrfrist. In dieser Zeit dürfen der SparerInnen das Geld nicht antasten, sonst verfällt der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Wollen die SparerInnen aber eine Weiterbildung finanzieren, können sie Geld entnehmen, ohne die Zulage zu verlieren. Vorher müssen die InteressentInnen eine Beratungsstelle aufsuchen. Die Beratung stellt einen Spargutschein aus, den der Kursanbieter ausfüllen muss. Mit diesem Schein gehen die SparerInnen zu ihrer Bank und können Geld aus dem Sparvertrag entnehmen. Vorab sollten sie sich aber bei ihrem Kreditinstitut über die Bedingungen für die Entnahme informieren, zum Beispiel über Kündigungsfristen.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Mehr Informationen zum Weiterbildungssparen finden Sie unter www.bildungspraemie.info. Bei Ihrer Personalstelle oder dem Betriebsrat erfahren Sie, ob Ihnen vermögenswirksame Leistungen zustehen.

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Was ist das? Ein StipendiatInnenprogramm für begabte junge Fachkräfte.
Wer wird gefördert? Personen unter 25 Jahren mit besonderen Leistungen in Ausbildung und Beruf, etwa einem sehr guten Ausbildungsabschluss. Durch Zeiten wie Zivildienst oder Mutterschutz kann sich die Altersgrenze um bis zu drei Jahre verschieben.
Was wird gefördert? Anspruchsvolle Weiterbildungen, die in unterschiedlichen Bereichen stattfinden können. Die Palette reicht von Aufstiegsfortbildungen etwa zu FachwirtIn oder zum BetriebswirtIn bis hin zu EDV-Kursen, Kommunikationsseminaren und Intensiv-Sprachkursen im Ausland. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Förderung auch für ein berufsbegleitendes Studium.
Wie wird gefördert? Insgesamt ist eine Förderung von bis zu 6.000 Euro möglich. Die StipendiatInnen erhalten drei Jahre lang Ausgaben bis 2.000 Euro jährlich für Lehrgang, Fahrten, Unterkunft und Arbeitsmittel erstattet. Sie müssen aber einen Eigenanteil von mindestens 10 % der Lehrgangskosten selbst übernehmen.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis eingetragen ist. Das sind meist die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern. Angehörige der Gesundheitsfachberufe bewerben sich bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Mehr zum Programm erfahren Sie unter www.sbb-stipendien.de.

WiN Niedersachsen

Wer in einem niedersächsischen Unternehmen beschäftigt ist, kann sich mit Unterstützung von ArbeitgeberInnen und der NBank auch in Zukunft günstiger weiterbilden. Die Anmeldung zum neuen Förderprogramm Weiterbildung in Niedersachsen (WiN) erfolgt dabei über das Unternehmen, das sich bei der NBank meldet. WiN wird aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Wer wird gefördert? Von WiN profitieren ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen: Das neue Programm zielt auf Beschäftigte aus kleinen und mittleren niedersächsischen Unternehmen sowie BetriebsinhaberInnen von Kleinstunternehmen, die weniger als 50 MitarbeiterInnen beschäftigen.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Die inhaltlich in sich abgeschlossene Maßnahme muss eine allgemein am Arbeitsmarkt verwertbare Qualifikation vermitteln und mit einem Zertifikat abschließen. Die Antragsstellung muss vier Wochen vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Pro TeilnehmerIn und Weiterbildungsmaßnahme stellt das Unternehmen einen Antrag bei der NBank. Fördermittel für mehrere Beschäftigte aus ein und demselben Unternehmen müssen jeweils einzeln beantragt und abgerechnet werden. 10% der Lehrgangsgebühren müssen vom Unternehmen kofinanziert werden. Eine Anrechnung von fortgezahlten Löhnen und Gehältern ist möglich. Es dürfen keine anderen öffentlichen Finanzierungshilfen in Anspruch genommen werden, z.B. Aufstiegs-BAföG. Ausgenommen von der Förderung sind Personen, die einen freien Beruf ausüben und FreiberuflerInnen, die gewerblich in einer GmbH organisiert sind. Ausgeschlossen sind auch Qualifizierungsmaßnahmen für Personen aus den Bereichen Land-, Forst-, Hauswirtschaft und Gartenbau.
Wer ist AnsprechpartnerIn? Die Weiterbildungsinteressierten kontaktieren ihre ArbeitgeberInnen und klären ab, wer die Maßnahme bezahlt. Der Antrag für das Förderprogramm, durch das die Gesamtkosten halbiert werden können, erfolgt dann online bei der NBank. Beachten Sie, dass eine verbindliche Anmeldung erst nach der Zuschuss-Bewilligung der NBank erfolgen darf, um von der Förderung zu profitieren. Informationen und Beratung erhalten Sie telefonisch unter 0511 30031-333 oder im Internet unter https://www.nbank.de/Unternehmen/Ausbildung-Qualifikation/Weiterbildung-in-Niedersachsen/