Die ebam im Gespräch mit Bernd Brittner (Der HOGA Trainer)

Brittner

Die ebam im Gespräch mit Bernd Brittner (Der HOGA Trainer)

Herr Brittner, Sie sind Dozent bei der ebam Akademie. Welche Themen decken Sie ab?

Bei der ebam Akademie bereite ich die Teilnehmer auf die Ausbildereignungsprüfung vor der IHK nach AEVO vor. Zudem bin ich Dozent für die handlungsorientierten Fächer zur IHK- Prüfung zum Fachwirt im Gastgewerbe. Das Thema Catering gehört ebenfalls zu meinem Portfolio.

Wie ist denn Ihr beruflicher Werdegang? Welche praktischen Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Ich habe in der 4-Sterne Hotellerie den Beruf des Restaurantfachmanns gelernt und nach einigen Jahren Berufserfahrung habe ich die Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt an der Hotelfachschule Berlin absolviert. Praktische Erfahrungen habe ich sowohl in der klassischen Hotellerie/Gastronomie, als auch in der Gemeinschaftsverpflegung und der Eventbranche gesammelt. Zudem war ich als Ausbilder für sozial benachteiligte Jugendliche tätig. Eine mehrjährige Tätigkeit als Ausbildungsberater und Ausbildungsplatzentwickler bei der IHK Berlin, sowie als ehrenamtlicher Prüfer runden mein Profil ab. Seit 2010 bin ich als freiberuflicher Dozent selbständig.

Man liest immer wieder, dass sich die Gastronomie in einem ständigen Wandel befindet. Ist das so? Gibt es auch Dinge, die sich niemals ändern werden in dieser Branche nach Ihrer Einschätzung?

Diese Branche spiegelt natürlich in besonderem Maße die ständige Entwicklung unserer Gesellschaft wider. Um hier erfolgreich zu sein, muss man die Zeichen der Zeit sehr schnell erkennen und darauf die richtigen unternehmerischen Antworten finden, um erfolgreich zu sein. Digitalisierung und Individualisierung der Gesellschaft sind hier nur zwei Beispiele. Was sich in dieser Branche meiner Meinung nach nie ändern wird, ist das Berücksichtigen des menschlichen Faktors. Die Individualität eines jeden Gastes macht das Arbeiten in diesem Berufsfeld so interessant und stellt uns tagtäglich vor neue Herausforderungen. Empathie und ehrliche Dienstleistungsbereitschaft werden hier immer unabdingbar sein, um Spaß an diesem Beruf zu haben und letztendlich erfolgreich zu sein.

Auch hört man immer wieder, dass die Konditionen in der Gastronomie hart sind. Die Arbeitszeiten, die Bezahlung, körperliche und seelische Belastung…hilft eine fundierte Weiterbildung wie der Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) dem entgegenzuwirken?

Dies ist nicht so pauschal mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Eine Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe kann allerdings neue berufliche Türen aufstoßen. Abgesehen davon, dass eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung den eigenen beruflichen Horizont erweitert und damit zumeist als persönlich befriedigend empfunden wird, qualifiziert man sich damit auch für neue berufliche Tätigkeitsfelder. Wer Führungspositionen und einen erweiterten Verantwortungsbereich in einem Unternehmen anstrebt, kommt um ständige Weiterbildung heutzutage nicht mehr herum. Die Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe ist ein guter Weg, um in der Branche vielseitiger zu werden und Positionen zu besetzen, die einem sonst eventuell verschlossen blieben. Damit wird dann oftmals auch die Bezahlung attraktiver.

Aber, wer in der Gastronomie arbeitet, weiß meistens auch die guten Seiten seines Berufs zu schätzen. Wie haben Sie Blut geleckt? Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht, als Sie aktiv in der Gastronomie tätig waren?

Obwohl ich mir den Beruf damals nicht wirklich „ausgesucht“ habe, bin ich heute sehr dankbar, dass ich diese Branche „von der Pike auf“ kennengelernt habe. Jeden Tag mit anderen Menschen zu tun zu haben, schult die Menschenkenntnis und macht das Berufsleben abwechslungsreich, wie kaum ein anderes. Die Möglichkeiten der Branche sind sehr vielfältig – dies lässt sich ja nicht zuletzt auch an meinem Lebenslauf ablesen (siehe oben). Ich hatte nie das Gefühl der Langeweile in meinem Job und konnte mich in sehr unterschiedlichen Tätigkeiten weiterentwickeln.

Welche Eigenschaften sollte man als angehender Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) mitbringen und was kann man lernen?

Man sollte neugierig sein bzw. bleiben, um neue Konzepte und Ideen zu entwickeln, die einem helfen, am Markt erfolgreich zu sein – egal, ob als Angestellter oder Selbständiger. Im Idealfall gibt diese Weiterbildung einem das Rüstzeug, um später richtige unternehmerische Entscheidungen zu fällen. Dafür sollte man ehrgeizig, zielstrebig und aufgeschlossen für Neues sein.

Wie sieht das perfekte Dinner für Sie aus?

Currywurst und Pils im Westfalenstadion bei einem Heimspiel von Borussia Dortmund 🙂

 

Vielen Dank!

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